Statement der Redaktion des NDR
Wieder gibt es eine Reaktion des Senders NDR auf die Gegendarstellung des CoDW Clans auf die Sendung Panorama vom 22.02.2007.
http://cod.esgnserver2.de/?w=articles&action=detail&id=9&t=1
Sehr geehrte Zuschauer/in,
da wir zu unserem Beitrag „Killerspiele im Internet“ eine Vielzahl von e-mails bekommen haben, können wir leider nicht jede einzelne Anfrage persönlich beantworten. Wir möchten versuchen, die wichtigsten Fragen, Anregungen oder Kritikpunkte in dieser Antwort-Mail zu berücksichtigen.
1. In unserem Beitrag geht es nicht darum, generell Computerspiele zu verunglimpfen oder ein generelles Verbot zu fordern. Es geht um die politische Verbotsdebatte sog. Killerspiele, die die „Jagd und das Töten von Menschen oder menschähnlichen Avataren in besonders brutaler Form“ zum Inhalt haben.
2. In unserem Beitrag wurde auch über „Call of Duty“ berichtet. Wir haben im Text sehr deutlich gemacht, dass es sich dabei um die „Internet-Version“ handelt, in der sog. Clans gegeneinander antreten können. Auch die von uns befragten Spieler haben dabei geschildert, dass in dieser Online-Variante Rollen wie „Nazis, Amerikaner oder Russen“ gespielt werden können. In einem der von uns gezeigten Internet-Mitschnitte haben Amerikaner gegen Deutsche gekämpft. Dort kann auch die Version „Deathmatch“ gespielt werden, „möglichst viele Menschen zu töten“.
3. In Internet-Foren wurden einige Vorwürfe laut, die im Beitrag gezeigte Spielszene aus Hildesheim sei manipuliert. Wir haben zwei Ausschnitte von Call-of-Duty in unserem Beitrag gezeigt. Einen Online-Mitschnitt und einen vom Monitor abgefilmten. Den Vorwurf, die von uns gezeigten CoD- Szenen seien untypisch und würden nicht dem Grad von "Gewalttätigkeit" der Hildesheimer Spiel-Session entsprechen, weisen wir dabei deutlich zurück. Dort wurde aus Maschinengewehren auf Gegenspieler gefeuert, auch auf bereits Getroffene. Blut war dabei sogar fast bildfüllend zu sehen. Wir haben einen längeren Mitschnitt gedreht, der das deutlich zeigt. Zudem haben wir ein längeres Interview mit den Spielern gedreht, das deutlich zeigt, dass sowohl "Blut" als auch "Gewalt" und das "Töten" attraktive Teile dieser Spielvariante sind. Und natürlich freuen sich Spieler, wie gezeigt, wenn sie Treffer landen. Daran haben die von uns gefilmten CoD- Spieler auch überhaupt keinen Zweifel gelassen. In den von uns ausgestrahlten Interviewsequenzen ist auch deutlich geworden, dass die beiden Spieler keinen rechtsextremen Hintergrund haben, sondern CoD als reines Computerspiel verstehen.
Zu 2.: Meine Aussage war das sowas nur mit irgendwelchen Modifikationen von irgendwelchen Freaks möglich ist.
Zu 3.:
Der Onlinemitschnitt nach meinem Lächeln stammt definitiv nicht von uns. Auf bereits getroffene Spieler zu schießen ist ja nichts ungewöhnliches, da man ja selber lange genug am Leben bleiben will um die vorgegebene Mission zu erfüllen. Blut also fast bild füllend zu sehen, na ja wie soll man da denn weiter spielen wenn man nix mehr sieht. Und klar freut man sich wenn man gewinnt, aber mein Lächeln in diesem Zusammenhang stimmt in keinster Weise mit den angrenzenden Szenen überein. Vielmehr handelte es sich wirklich um blöde Sprüche über das Kommunikationsprogramm Teamspeak. Und leider wurde in dem gezeigten Bericht nicht wirklich klar das wir mit Rechtsextremismus nichts zu tun haben, was nur in der Originalversion des Interviews deutlich wird. Ich hoffe ich werde das komplette Interview noch bekommen. Leider sieht dieser bericht der ARD im Zusammenhang einzig wie eine Hetzkampagne aus. Außenstehende Zuschauer haben gar nicht die Möglichkeit andere Schlüsse zu ziehen als die gesehenen Szenen es zeigen.
Daywalker (Ingolf Wichmann /Admin CODW)
4. Wir haben im Bezug auf Call of Duty deutlich gesagt, dass man Zusatzmodifikationen wie Hakenkreuze oder SS-Runen über das Internet downloaden kann. Und zwar illegal! Das heißt, derartige Symbole sind in der deutschen Originalfassung des Herstellers nicht enthalten. In der amerikanischen oder britischen Variante hingegen sehr wohl.
5. Call of Duty wird vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs gespielt. Niemand hat platt behauptet, dass User durch dieses Spiel zu Rechtsextremen würden. In unserem Beitrag sind zu Call of Duty zwei Positionen zu Wort gekommen. Der „Spieler“ macht deutlich, dass der politische Hintergrund für ihn keinerlei Bedeutung hat, und der Interviewpartner der Internetsicherheitsfirma hat seine Meinung zu Ausdruck gebracht, dass durch dieses Spiel der Zweite Weltkrieg verharmlost würde. Wir halten eine Diskussion darüber, die übrigens auch in der Fachpresse geführt wird, für absolut zulässig und angemessen, zumal beide Positionen gehört wurden.
6. In Bezug auf GTA - San Andreas haben wir im Text deutlich darauf hingewiesen, dass die offizielle Handelsvariante diese Szenen nicht enthält, sondern, dass die gezeigte Spielvariante nur illegal über das Internet mit Sex-Szenen erweitert werden kann, z.B. über P2P Netze. Wir haben einen "zurückhaltenden Ausschnitt" aus dieser Variante gezeigt. Dort ist es aber möglich, die Frau komplett zu entkleiden, die Kameraperspektive beliebig zu verändern und die Frau bei den sexuellen Handlungen herumzukommandieren. Auf einer "Befriedigungsskala" des Spielers wird dann angezeigt, wann die Sex-Szene beendet ist. Insgesamt denken wir, dass man derartige Spielmöglichkeiten durchaus als Vergewaltigung werten könnte.
7. Wir haben in unserem Beitrag überwiegend Szenen gezeigt, die entweder eine Altersbeschränkung haben oder indiziert sind. Nur einige wenige Aussschnitte waren illegale Varianten, die sich nur über das Internet herunterladen lassen, was wir auch im Text deutlich gemacht haben. Allerdings lassen sich auch illegale Spielvarianten, so das LKA, unter Umständen im Internet strafverfolgen. Altersbeschränkte oder indizierte Spiele sind von einer Verbotsdiskussion sehr wohl betroffen, da auch indizierte Spiele unter bestimmten Voraussetzungen in Geschäften gekauft werden können. Zudem - so sagen die Befürworter - hätte ein Verbot gewaltverherrlichender Killerspiele auch eine Signalwirkung an die Hersteller, derartige Spiele gar nicht erst zu produzieren.
8. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass in unserem Beitrag nicht über die Wirkung sog. Killerspiele diskutiert wurde. Wir haben nicht behauptet, dass Spieler, sog. „Ego- Shooter“, automatisch zu „Amokläufern“ würden oder auch im realen Leben zu den Waffen greifen. In unserem Beitrag geht es nicht darum, die wissenschaftlich die Wirkung derartiger Spiele zu diskutieren. Es geht primär um die politische Verbotsdebatte, die sich auch in der aktuellen Bundesratsinitiative ausdrückt. Die Ermittler des LKA haben in diesem Zusammenhang (§131) fundierte Erfahrungen, da sie sich seit Jahren mit diesem Thema intensiv befassen.
Wir hoffen, damit auf die wichtigsten Fragen / Kritikpunkte eingegangen zu sein.
Mit freundlichen Grüßen
Die Redaktion
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Mein persönlicher Kommentar dazu:
>> Wir haben einen längeren Mitschnitt gedreht, der das deutlich zeigt. Zudem haben wir ein längeres Interview mit den Spielern gedreht, das deutlich zeigt, dass sowohl "Blut" als auch "Gewalt" und das "Töten" attraktive Teile dieser Spielvariante sind. Und natürlich freuen sich Spieler, wie gezeigt, wenn sie Treffer landen. Daran haben die von uns gefilmten CoD- Spieler auch überhaupt keinen Zweifel gelassen. In den von uns ausgestrahlten Interviewsequenzen ist auch deutlich geworden, dass die beiden Spieler keinen rechtsextremen Hintergrund haben, sondern CoD als reines Computerspiel verstehen. <<
Davon ist nichts im GESENDETEN BEITRAG, den die breite Masse gesehen hat - NICHTS zu sehen und es wird NICHT KLAR gestellt, "dass die beiden Spieler keinen rechtsextremen Hintergrund haben, sondern CoD als reines Computerspiel verstehen", wie die Reaktionen in den Foren EINDEUTIG zeigen.
Den Rest auseinanderzunehmen spar ich mir und verweise auf unsere Argumentation in der Beschwerde wegen Verstößen gegen den Pressekodex...
Außerdem kommt mir der Text stellenweise ziemlich bekannt vor...