So, dann versuch ich mal mich ein wenig auszulassen...
Als erstes mal möchte ich was über die Community loswerden - ihr mögt Recht haben, daß es viele Gamer gibt, die mit ihrem Auftreten und Umgangston daneben liegen und bei denen man entweder nicht viel Engagement oder viel produktive Unterstützung erwarten kann.
Aber eins muss ich vor allem mal dem Großteil der CoD-Community, die sich im OL-Board so wie auf der Infobase und der Gamer-sind-keine-Verbrecher-Seite tummelt mal zu Gute halten - wenn ich sehe, was dort für Diskussionen geführt werden und wie sie geführt werden, dann kann ich nur sagen RESPEKT! Da können sich so einige User von und in anderen Foren einiges von abschneiden, das hab ich in all den Jahren meiner Internetaktivität selten erlebt - es wurde so gut wie nicht geflamt, der eine oder andere Ausbruch sei jedem gegönnt, das ist uns auch schon passiert, aber das ist alles in so einem geringem Maße abgelaufen, wow.
Und ich habe auch selten einen solchen Zusammenhalt erlebt - viele, die bei dieser Aktion dabei waren, in dem sie diskutiert, gepostet, beobachtet, etc. haben, waren z. B. damals bei unserer Briefaktion mit Activision ebenfalls dabei. Und beide Aktionen und die Unterstützung, die sie gefunden haben, waren einmalig, fast schon eine Art "Teil der Geschichte", um es mal ein wenig zu übertreiben - ich kann mich nicht daran erinnern, daß vor uns andere Communities es in diesem Rahmen geschafft haben, gemeinsame Aktionen auf die Beine zu stellen.
Und dafür möchte ich auf jeden Fall mal danke sagen, auch im Namen von Andreas und Patrick!
Auch im PANO(D)RAMA-Forum haben viele aus der Community gepostet, sich sachlich und formal geäußert, dort gibt es zwar einige Beleidigungen mehr - aber setzt das mal in Relation zur Anzahl der dortigen Posts - und manche werden sich bestimmt daran erinnern, was bei früheren Angriffen auf die CS-Communities so abging - das ist kein Vergleich. Was jetzt die CS-Communities nicht schlecht machen soll, dazu sag ich gleich auch noch was - es geht nur rein darum, in welcher Qualität die Leute hier wie dort aufgetreten sind.
Und wenn ich dann noch sehe, wie viele sich angemeldet haben, nur um mal einen Post zu schreiben, mal ihre Meinung zu äußern - dann bin ich ebenfalls überrascht und kann ebenfalls nur wieder danke dafür sagen.
Alles in allem ist in die CoD-Community in meinen Augen ziemlich einmalig und ich bin ehrlich gesagt stolz darauf, ein Teil davon zu sein und dazu zu gehören.
Ihr alle habt zusammen etwas bewegt, auch wenn man davon vielleicht nicht viel sieht oder zumindest nicht so viel, wie es erwünscht und erhofft war - aber auf jeden Fall mehr, als von uns allen erwartet wurde. Es wurde ganz klar gezeigt, daß wir mehr sind, als ein paar pickelige Stubenhocker, die nur vor der Kiste sitzen und von der Welt da draussen nichts mitkriegen (und denkt dran - ihr alle habt auch bei politischen Wahlen eine Stimme

) - und auch das ist bereits ein sehr beachtlicher Erfolg.
Aber um nun z. B. auf die CS-Community zurückzukommen - wie gesagt, ich will hier niemanden abwerten - denn mit dieser ganzen Aktion ist etwas Neues passiert, ebenfalls etwas einmaliges, was es meines Wissens nach in der "Geschichte" bisher nicht gegeben hat - verschiedene Game-Communities haben sich zusammen getan, haben sich gemeinsam hinter eine Sache gestellt und gesagt "Zeit, daß sich was dreht", haben erkannt, daß es nicht nur um die CS- oder nur um die CoD- oder nur um die GTA-Community geht, sondern daß es hier um unser gemeinsames Hobby geht und wir alle davon betroffen sind. Zwar immer noch nicht in dem Maße, wie es wünschenswert wäre - aber was kannten wir bisher? CS´ler, die von anderen Communities nix hielten, CoD´ler, die nicht viel von CS´lern hielten, das war doch eher der Tenor, den man so hörte...
Aber auch aus der CS-Community gab und gibt es Unterstützung, man tauschte sich aus, schanzte sich die Infos zu, danke mal an dieser Stelle an Firefly und Felix
Und auch danke an die GTA-Community, Lukas mit seiner Seite und die User in diversen GTA-Boards. Ebenso ein danke in Richtung DoD, Andi und seine Jungens (hehehe, "das Brot" hat uns einige Lacher beschert

).
Ich denke, das sind durchaus einige Erfolge, die man positiv bewerten muss, einfach weil´s bisher einmalig ist in dieser Form.
Tja, sorry, aber es kommt noch was, wird mal wieder ein Roman...
Jetzt hab ich erstmal die Communities erwähnt, aber es gab natürlich auch die andere Seite und die ist um einiges größer - wir haben einiges veröffentlicht von dem, was wir getan, angeworfen, versucht haben... Es wurde aber noch weit mehr unternommen, nicht nur von uns... Mails, Briefe, Telefonate noch und nöcher... Und leider wurde nicht das erreicht, was wir gehofft haben...
Was wir an Antworten bekommen haben, haben wir veröffentlicht, in Boards und in den News. Aber was meint ihr, was alles versucht wurde, wie oft man gegen Wände gelaufen ist und doch nichts erreicht hat, wie viele bis heute noch nicht mal reagiert haben... An manchen Tagen war´s echt frustrierend...
Und gerade nach der Antwort des Intendanten kam selbst "aus den eigenen Reihen" immer öfter der Tenor rüber, daß es eh keinen Zweck hat und nichts bringt und man es einfach sein lassen sollte...
Aber es führte auch dazu, daß einige Kontakte geknüpft wurden und das für verschiedene Dinge ein neuer Einblick und ein neues Verständnis gefunden wurde. Z. B. gibt es Institutionen und auch Wissenschaftler, die sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigen und in Ruhe und sachlich den Kontakt zur Politik suchen und mit der Politik zusammenzuarbeiten, als Beispiel mal der Vorstand des ESB (Deutscher eSport-Bund), namentlich Frank Sliwka und Dr. Müller-Lietzkow von der Uni Jena oder auch wenn manche nicht viel von ihr halten - die ESL, dann der Bundesverband G.A.M.E., der schon seit einiger Zeit in ihrem Forum intern wie extern über Verbesserungen zur Durchsetzung des Jugendschutzes nachdenken und debattieren...
Die International eSports Conference war z. B. eine sehr interessante und informative Veranstaltung, da werde ich in Kürze auch ein wenig von berichten, lasst mir da bitte noch etwas Zeit für...
Was den Vorschlag angeht von wegen Spendenkonto und sammeln für einen Anwalt um eine Klage einzureichen... Wir haben uns eine ganze Menge Gedanken gemacht, Vorschläge gesammelt, recherchiert, gesucht, uns durch Paragraphen gewälzt und hatten auch schon solche Gedanken... Und wenn ihr euch erinnert, haben wir auch mal einen Aufruf gestartet, daß wir jemanden suchen, der uns in rechtlicher Hinsicht unterstützt. Es hat auch jemand geantwortet, mittlerweile haben wir mit jemandem Kontakt, der in dem Bereich eine ziemliche Hilfe ist, auch mal von hier aus ein Danke schön in diese Richtung

Und nicht nur von dieser Person, auch aus anderen Richtungen kam das eine oder andere reingeflattert, bitte habt Verständnis, wenn wir das nicht großartig breittreten können...
Aber um zum Kernpunkt und zum Ergebnis zu kommen:
Von der rechtlichen Seite her sieht es auf gut deutsch gesagt beschissen aus. Man kriegt sie nicht wegen Beleidigung dran, denn letztlich wurde niemand direkt angesprochen oder beleidigt - weder eine Person noch eine bestimmte Gruppe - wir für uns haben das Gruppengefühl vielleicht, weil wir eine Community sind - aber das zählt insofern nicht, weil wir weder anerkannt noch entsprechend, ich sage mal "formiert" sind.
Was PANO(D)RAMA verzapft hat mag zwar offensichtlich sein, aber ihr habt das Beamtendeutsch, was man uns im "Statement" und im "Brief des Intendanten" um die Ohren gepfeffert hat gesehen - und vor deutschen Gerichten geht es nicht anders zu... Und dann kommen wir zum nächsten Problem - erst mal einen guten Anwalt finden, der bereit dazu ist anzutreten, wenn die Chancen gleich 0 sind - und dann der darauffolgende Kostenfaktor um eine aussichtslose Klage voranzutreiben - selbst wenn wir Spenden sammeln würden (mal ganz außer Acht gelassen, was für Voraussetzungen dazu vorliegen müssen, um sich damit keinen einzufangen...) würde das wahrscheinlich nicht ausreichen, denn das würde ein wirkliches Faß ohne Boden, was nur Ärger und Geldverschwendung bedeuten würde. Und bisher hat die ganze Aktion bereits einiges an Zeit, Arbeit und auch Geld gekostet und das Ergebnis ist einfach nur traurig - zumindest auf die Antwort des "Rundfunkrates" betrachtet -> positive Dinge habe ich ja aufgezählt.
Zum Thema Demos wurde ja bereits was gesagt, da kann ich mich nur wiederholen - nein, keine Demo im eigentlichen Sinne - aber Demo im Sinne von "jeder Einzelne tritt auf den Plan" - Aufklärung, Information, Wissen weitergeben - DAS ist unsere Stärke und unsere Waffe und die müssen wir einsetzen - alleine, in dem wir diskutieren, auch wenn es manchmal müsig erscheint und zusammen, in dem wir vielleicht wirklich mal über Veranstaltungen etc. nachdenken, indem sich Leute zusammenschließen und vielleicht z. B. das Geld, was man sonst an den Anwalt verfüttert in eine sinnvolle Aktion steckt, mit der man wirklich mal informiert.
Und was das angeht, laufen derzeit einige Überlegungen - aber auch da sind bisher viele Dinge dabei, die wir nicht alleine bewerkstelligen können - wo wir Leute aus der Community brauchen werden, Kontakte, Ansprechpartner und Leute, die bereit sind, aktiv mitzuhelfen und etwas aufzubauen und zu erreichen. Dazu werden wir, wenn wir etwas mehr und etwas Handfesteres auf die Beine gestellt haben was zu sagen und dann hoffen wir einfach mal, daß auch dann noch einige von euch dahinter stehen und uns dabei helfen werden...
Nicht daß das jetzt jemand auffasst als "wir geben auf" - nein, das tun wir nicht, aber wir schlagen jetzt (hoffentlich) auf andere Weise zurück...
So, erst mal Pause für den Moment, mir brennen langsam die Finger - ich hoffe, das gibt euch erst mal ein paar weitere interessante und neue Eindrücke und Gedanken.